16. Juni 1869
Besuch des preußischen Königs Wilhelm I. auf dem Exerzierplatz in der noch nicht zu Oldenburg gehörenden Bauernschaft Donnerschwee.
1871
Gründung des Deutschen Reiches, Wilhelm I. wird erster deutscher Kaiser.
1872
Gründung des „Kampfgenossen-Vereins Oldenburg“, später Oldenburgs größter Kriegerverein. Bis 1891/92 erfolgte die Gründung neun weiterer Kriegervereine in der Stadt Oldenburg, 1904 sind es schon 196. Sie umfassen insgesamt 19.000 Mitglieder. Gemeinsam bilden diese Vereine den „Oldenburger Kriegerbund“.
1881
Fertigstellung der Infanteriekaserne für das III. Bataillon des Oldenburgischen Infanterieregiments Nr. 91, die später auch „Hindenburg Kaserne“ genannt wurde. Nach 1945 erhielt sie durch die Briten den Namen „Thomasblock“.
1888
Der Tod von Kaiser Wilhelm I. führt zum Bau zahlreicher Denkmäler zur Ehrung des verstorbenen Kaisers, darunter das Kyffhäuserdenkmal in Thüringen oder das Kaiser-Wilhelm-Denkmal in Porta Westfalica.
4. September 1898
Auf dem Exerzierplatz in Donnerschwee wird der Kaiser Wilhelm-Gedenkstein feierlich enthüllt, eröffnet mit einer militärischen Parade von der Kaserne am Pferdemarkt bis zur Kaserne in Donnerschwee.
1935/36
Während der Zeit des Nationalsozialismus ist in der Kaserne Donnerschwee die Flakabteilung 32 der Wehrmacht stationiert. Das Kasernengelände wird durch den Bau weiterer Gebäude und der Integration der Infanteriekaserne von 1881 vergrößert. Adolf Hitler besucht in den Jahren bis 1945 mehrmals die Kaserne Donnerschwee.
Ende April 1945
Mehrere Luftangriffe der Alliierten auf verschiedene militärische Standorte in Oldenburg, unter anderem auch den Fliegerhorst, führen in der Kaserne Donnerschwee zur Beschädigung einiger Gebäude und etwa 15 Todesopfern.
Ab Mai 1945
Nach der Kapitulation Oldenburgs am 2./3. Mai wird die Stadt an kanadische Truppen übergeben, die den Raum Wilhelmshaven-Oldenburg bis Herbst 1946 besetzen. Die Donnerschwee Kaserne wird nach der Kapitulation von kanadischen und später britischen Truppen bewohnt. Nach dem kanadischen General Henry Duncan Graham “Harry” Crerar benannt, trägt sie den Namen „Crerar Barracks“.
Juni 1948-1949
Aus Varel abgezogene Truppen der Dänischen Brigade gesellen sich zu den stationierten Briten in den Crerar Barracks. Während ihrer Stationierung geben sie Werkskonzerte für oldenburgische Angestellte und spenden zu Weihnachten Lebensmittel an Flüchtlingskinder, wie die NWZ berichtete. Dänemark hatte mit den Briten die Aufstellung einer 4000 Mann starken Truppe vereinbart, die in Ostfriesland unter anderem in Aurich, Varel und Jever stationiert waren. Die Dänen waren damit der sogenannten „Rheinarmee“ unterstellt.
Ab 1958
Nachdem die Bundeswehr das Kasernengelände übernommen hatte, wurde die Anlage bis ins Jahr 2007 militärisch genutzt. Im Jahr 2012 wurde das weitgehend ungenutzte Areal verkauft.
Ende 2014
wurde auf der ehemaligen Kasernenanlage mit umfassenden Umbaumaßnahmen begonnen, um ein modernes Wohngebiet mit historischem Charme zu erschaffen. Einige Bau- und Aufräumarbeiten dauern bis heute an.
2015
Beim Bau eines Spielplatzes auf dem neuen Wohnquartier-Gelände wurde der 1898 errichtete Kaiser Wilhelm-Gedenkstein in etwa 80 Zentimetern Tiefe wiederentdeckt. Der Gedenkstein wurde anschließend restauriert und am Fundort wiederaufgestellt.






