Wie geht das Stadtmuseum Oldenburg mit der Sammlung Bernhard Winter um?
Im Gespräch widmen sich die Sammlungsleiterin Franziska Boegehold-Gude und die Kunsthistorikerin Wiebke Trunk der Frage, wie historische Sammlungen mit Bezügen zur NS-Zeit heute im Museum gezeigt und vermittelt werden können.
Das Stadtmuseum Oldenburg stellt die Geschichte und Einordnung der Bernhard-Winter-Sammlung vor und spricht darüber, weshalb der Umgang mit solchen Beständen heute neu diskutiert wird. Dabei geht es auch um das Spannungsfeld zwischen kunsthistorischer Bedeutung, regionaler Identität und ideologischer Prägung.
Wiebke Trunk beleuchtet zudem die Verbindung von „Blut und Boden“-Ideologie und Landschaftsmalerei anhand regionaler Beispiele und ordnet aktuelle Debatten zum Umgang mit NS-belasteten Künstler:innen und Sammlungen ein.
Die Veranstaltung findet im Denk- und Kreativraum statt. Mit deutscher Gebärdensprachdolmetschung.
Mittwoch, 16. September 2026, 18.30 Uhr
Die Teilnahme ist kostenfrei. Eine vorherige Anmeldung ist nicht nötig.
Wer sich jedoch vorab ein Ticket sichern möchte, kann dieses kostenlos im Onlineshop des Museums buchen.
Kooperationspartner:
Dr. phil. Wiebke Trunk studierte Bühnen- und Kostümbild, schloss ein weiteres Studium der Kunstgeschichte und Philosophie ab und promovierte an der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg zu Kunstpolitik und Kunstvermittlung im NS. An der C. v. Ossietzky Universität war sie von 2014-2026 u.a. wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für visuelle Kultur (Kunstvermittlung/Kunstpädagogik) und bis 2022 Referentin des Instituts für Auslandsbeziehungen. Weitere Schwerpunkte ihrer Forschung sind die zeitgemäße kritische Kunstvermittlung und die Reformierung von Kunstmuseen.

Weitere Infos zur Reihe “Wer bestimmt was bleibt?” gibt es hier.
Die Veranstaltungsreihe wird gefördert durch:




