Mehr als ein Jahr hat die Oldenburger Fotografin Izabela Mittwollen mit ihrer Kamera Geschäftsleute, Künstlerinnen und Künstler durch die Pandemie begleitet. In einer Kooperation des Stadtmuseums und der Wirtschaftsförderung der Stadt Oldenburg ist eine Auswahl von rund 140 Aufnahmen vom 4. bis zum 20. Juni in der Kulturhalle am Pferdemarkt zu sehen. Wie lässt sich eine Krise abbilden, die sich vor allem durch einen erzwungenen Stillstand auszeichnet? Diese Frage stand im Mittelpunkt der Überlegungen von Izabela Mittwollen. Izabela Mittwollen gibt Einblicke in das Seelenleben jener, die Corona hart getroffen hat, ohne selbst daran erkrankt zu sein. So stellt sie Geschäftsleute in ihren mit Waren prall gefüllten, jedoch menschenleeren Läden vor. So lichtet sie Kulturschaffende auf Bühnen ab, vor denen das Wichtigste fehlt: das Publikum. Mit großer Sensibilität gelingt es ihr, Oldenburgerinnen und Oldenburger in der Ausnahmesituation zu porträtieren – mal traurig und verbittert, mal mit erschreckend leerem Gesichtsausdruck, mal furchtlos und voller Widerstandskraft.
Tatendrang
