Das Projekt „Hoffnungsmaschinen“ ist als Gewinner des Open Calls „Mehr Stimmen. Mehr Stadt.“ des Stadtmuseums Oldenburg ausgewählt worden. Die Jury überzeugte insbesondere die Idee, gemeinsam mit vielen Menschen aus Oldenburg Zukunftsvisionen zu entwickeln und diese in Form von „Hoffnungsmaschinen“ sichtbar zu machen. Das Projekt verbindet Beteiligung, junge Perspektiven, digitale Elemente und die Auseinandersetzung mit gesellschaftlichen Themen.
„Ich gratuliere den Gewinnerinnen und Gewinnern herzlich zu ihrem überzeugenden Konzept und freue mich über die vor uns liegende Ausstellungsentwicklung. Ganz besonders möchte ich aber an dieser Stelle den Mitgliedern der Jury danken: Sie haben aufgeschlossen, offen und klar miteinander diskutiert und diese wichtige Rolle sehr souverän ausgefüllt.“, sagt Dr. Steffen Wiegmann, Leiter des Stadtmuseums Oldenburg.
„Hoffnungsmaschinen“ geht von der Frage aus, wie aus Herausforderungen und unterschiedlichen Perspektiven gemeinsame Vorstellungen von Zukunft entstehen können. Die geplanten Maschinen sollen gemeinsam mit der Stadtgesellschaft entwickelt werden. Dabei sollen auch Menschen und Themen sichtbar werden, die sonst häufig am Rand der öffentlichen Wahrnehmung stehen. Die Jury hob außerdem das Potenzial hervor, weitere Gruppen und Projekte einzubeziehen.
In der Jurybegründung wurde besonders die Verbindung von kritischer Auseinandersetzung und einem positiven Zukunftsblick hervorgehoben. Das Projekt biete die Möglichkeit, auch schwierige Themen wie Hate Speech aufzugreifen und ihnen zugleich Vorstellungen von Hoffnung und Gestaltungsspielraum entgegenzusetzen. Besonders wichtig war der Jury zudem, dass junge Menschen angesprochen und selbst aktiv werden. „Hoffnungsmaschinen“ wurde als zukunftsorientiert, innovativ und kooperativ beschrieben.
Am 24. September entschied eine fünfköpfige Jury über die Vergabe: Seedy Saidykhan, Bayan Anouz, Gabriele Blöchl, Melissa Ari und Georg Lisek. Die Jury brachte unterschiedliche Erfahrungen und Perspektiven aus den Bereichen Kultur, Kunst, Pädagogik, soziale Arbeit, gesellschaftliche Teilhabe und Stadtgesellschaft zusammen. Sitzungsleitung war Natalie Reinsch, Communitymanagerin vom Stadtmuseum Oldenburg.
Insgesamt hatte die Jury eine große Zahl unterschiedlicher Ideen zu bewerten. In der engeren Auswahl standen neben den „Hoffnungsmaschinen“ unter anderem Projekte zu Flucht- und Heimaterfahrungen, Inklusion, kolonialen Perspektiven, dem Alltagsleben in Oldenburg sowie queerer Stadtgeschichte. Die Jurymitglieder betonten im Verlauf ihrer Beratung, wie vielfältig die eingereichten Ideen seien und wie viel Engagement darin stecke.
Von der Idee zur Ausstellung
Nach der Auswahl wird das Projekt in mehreren Schritten gemeinsam mit dem Stadtmuseum weiterentwickelt. Von November 2026 bis Januar 2027 wird die Projektidee konkretisiert. Daran schließt sich von Januar 2027 bis Januar 2028 die Entwicklungs- und Realisierungsphase an. Die fertige Ausstellung soll im Januar 2028 eröffnet werden und bis März 2028 gemeinsam mit einem Begleitprogramm zu sehen sein.
Mit dem Open Call „Mehr Stimmen. Mehr Stadt.“ möchte das Stadtmuseum neue Perspektiven auf Oldenburg sichtbar machen und Menschen die Möglichkeit geben, selbst an der Gestaltung einer Ausstellung mitzuwirken. Das ausgewählte Projekt soll gemeinsam mit dem Stadtmuseum weiterentwickelt und für die Umsetzung als Ausstellung vorbereitet werden. Dabei ist vorgesehen, auch weitere Ideen und Akteurinnen und Akteure aus dem Open Call einzubeziehen.
Mehr Informationen zum Projekt “Mehr Stimmen. Mehr Stadt” sind hier zu finden.
Bild: Die Jury von „Mehr Stimmen. Mehr Stadt“ mit Communitymanagerin Natalie Reinsch vom Stadtmuseum Oldenburg, von oben: Seedy Saidykhan, Gabriele Blöchl, Natalie Reinsch, Bayan Anouz, Georg Lisek und Melissa Ari, Foto: Stadtmuseum Oldenburg
